Interview mit Robert Krasniqui

Als Mitarbeiter in der Betreuung unterstützt Robert Krasniqui die Geflüchteten dabei, ein eigenverantwortliches Leben in Deutschland zu führen und ihre Integrationsfähigkeit zu stärken. Das heißt, er wirkt in der sozialen Betreuung der geflüchteten Menschen mit, vermittelt bei Fragen und organisiert abwechslungsreiche Angebote für alle Altersgruppen. In seinem Berufsalltag lernt er täglich viele Menschen aus aller Welt kennen und arbeitet in einem internationalen Team. 

Für Robert bedeutet Nähe bei den Malteser Werken "Weil Teamgeist zählt". 

Was er damit meint und wie er Teamgeist in seinem Arbeitsalltag erlebt, erfahren Sie im folgenden Video und Interview!

 

Hallo, Robert!

Wieso hast du dich dazu entschieden, als Sozialbetreuer zu arbeiten? 

Robert: Tatsächlich war es so, dass mein Vater schon in der Einrichtung gearbeitet hat und mir immer wieder von seiner Arbeit erzählte. Da habe ich mir gedacht, dass das eine Arbeit ist, bei der man für sein Leben lernt. Weil man mit Menschen zusammenkommt, die alles verloren haben und sich dazu motivieren, wieder neu anzufangen - das gibt mir selbst Kraft und Energie.

Dieser Prozess ist einfach schön, wenn man Menschen auf Ihrem Weg begleitet, die sind wie du und ich. 

Wie war dein Start in der Einrichtung? Hast du schon berufliche Vorerfahrungen mitgebracht oder war das alles ganz neu für dich? 

Robert: Ich würde mich als klassischen Quereinsteiger bezeichnen. Am Anfang war ich sehr schüchtern, weil ich dachte "okay, die Bewohner verstehen mich ja eh nicht." Ich bin immer mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zusammen gewesen, um die verschiedenen Aufgaben kennenzulernen und habe schnell gemerkt, dass es egal ist, ob man eine andere Sprache spricht.

Mit der Zeit lernt man einige Wörter, verschiedene Handbewegungen und auch ein einfaches Lächeln reicht, um miteinander zu kommunizieren. So habe ich mich schnell eingelebt und herausgefunden, wo meine Stärken liegen.

Gibt es in deinem Beruf einen "klassischen" Arbeitsalltag, den du beschreiben kannst?

Robert: (lacht) Einen klassischen Arbeitstag gibt es in dem Sinne nicht. Vor jedem Schichtwechsel gibt es eine kurze Übergabe und dann startet jeder in seinem/ihrem zugeteilten Bereich. Das kann beispielsweise die Arbeit in der Rezeption sein, an der Hygieneausgabe oder die Gestaltung der Freizeitaktivitäten. Allein durch die wechselnden Aufgaben und Bereiche gleicht kein Tag dem anderen. Ich finde das mega gut, weil es total abwechslungsreich ist und ich nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitze.

Du hast gerade gesagt, dass ihr auch für die Gestaltung der Freizeitaktivitäten zuständig seid. Was kann man sich darunter vorstellen?

Robert: Wir bieten den Bewohnern regelmäßige Angebote, bei denen sie selbst aktiv werden können. Zum Beispiel haben sie die Möglichkeit sich im Frauen- bzw. Männercafé zu treffen oder einen durch die Bewohner selbstorganisierten "Friseursalon" zu besuchen. Zudem haben wir einen kleinen Fitnessraum, in dem unter Anleitung von uns trainiert werden kann. Ich motiviere sie am liebsten zu Sportaktivitäten, wie Fußball, Volleyball oder Tischtennis. Das ist echt cool, obwohl viele nicht dieselbe Sprache sprechen, kann Sport einen echt verbinden. 

Du machst das jetzt ja schon seit einigen Jahren – was würdest du sagen, welche Fähigkeiten/Eigenschaften sollte man als Sozialbetreuer mitbringen?

Robert: Als Erstes muss man sich von allen Vorurteilen frei machen. Wir arbeiten mit Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen zusammen, was viel Empathie- und Einfühlungsvermögen, aber auch eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit erfordert. Aufgrund der Sprachbarriere ist eine weitere Fremdsprache von Vorteil oder aber genug Eigeninitiative, um sich einige Wörter aus der Landessprache der Bewohner anzueignen. Wir sind wie eine große Familie. Der Job ist für Teamplayer gemacht.  

 

Vielen Dank für Deine Zeit, Robert!

 

 

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 Laura Paulke

Laura Paulke

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