AusbildungsFörderZentrum - um was geht es?

Die Arbeitsmarktintegration junger Geflüchteter ist eine gesellschaftliche Herausforderung, der wir uns stellen! 

Wir unterstützen junge Geflüchtete ab 18 Jahren intensiv in den drei Bereichen Wohnen, Schule & Ausbildung und soziales Leben. Die intensive Begleitung vor Ort hat sich bereits sehr gut bewährt. Unsere langjährige Erfahrung als Träger in den Bereichen Migration, Schule und Jugendhilfe ist für das Gelingen des Projekts maßgeblich. Das AusbildungsFörderZentrum der Malteser Werke gGmbH in Kooperation mit dem Diakonischen Institut für Bildung und Soziales (DIBS).

Im September 2017 hat das Projekt mit 10 Teilnehmenden begonnen, 5 haben zwischenzeitlich aus persönlichen Gründen abgebrochen, dafür sind im Laufe des Schuljahres zwei Quereinsteiger dazugekommen. Da nach derzeitigem Stand 5 Teilnehmende einen Ausbildungsplatz ab August bzw. September 2018 bekommen haben, liegt die Quote an vermittelten Ausbildungsplätzen unter den Teilnehmenden, die derzeit im Projekt sind, bei 71 %. 

Einrichtung für Ausbildungsförderung & Begleitung

Im Rahmen des Projektes werden junge Menschen mit Migrationshintergrund in einer Wohngemeinschaft mit einem neuen, alternativen Schulprogramm und Spracherwerb in Betrieben auf eine Ausbildung im handwerklichen-technischen Bereich vorbereitet. Nach einem Jahr der Vorbereitung können die jungen Menschen in eine Ausbildung überführt werden.

Ziel ist es, sowohl die jungen Menschen als auch die Betriebe auf diesem Weg zu begleiten und zu stärken. Die Ausgestaltung des Zusammenlebens, die Alltagsbewältigung in den Wohngemeinschaften und die Einbindung in das soziale Umfeld liegen in der Verantwortung der Malteser Werke. Der Bereich Schule wird durch den Kooperationspartner, das Diakonische Institut für Bildung und Soziales geführt und verantwortet.

Das AusbildungsFörderZentrum der Malteser Werke gGmbH in Kooperation mit dem Diakonischen Institut für Bildung und Soziales (DIBS)

Die Betriebe sind lokal vor Ort und sollen durch die Betreuung der Malteser Werke einen festen Ansprechpartner und eine konstante Unterstützung und Entlastung haben, um sich auf die eigentliche Ausbildung ihrer Schüler konzentrieren zu können. Der Schulunterricht im Vorbereitungsjahr spezialisiert sich auf Deutsch, Mathematik und die notwendigen Soft-Skills für den deutschen Arbeitsmarkt und ist explizit auf eine sehr heterogene Gruppe ausgerichtet. Die sozialpädagogische Hausleitung vermittelt und vertieft Werte und Normen unserer Gesellschaft im Alltag und in dem aktiven Zusammenleben. Die Einbindung in die Nachbarschaft, umliegende Vereine und Verbände wird für jeden Einzelnen gefördert und ist Teil der sozialen Integration.

Zielgruppe: Junge Menschen ab 18 Jahren mit Anerkennung oder guter Bleibeperspektive, Deutschkenntnisse von mindestens A2 Level und dem festen Willen 3 – 4 Jahre ihre ganze Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit in eine Ausbildung zu stecken.

Wie läuft das Programm ab?

Am Programm teilnehmen können neben Geflüchteten auch andere sozial benachteiligte junge Erwachsene. Zu Beginn des Programms findet ein Auswahlprozess statt.

Das erste Jahr

Die Malteser Werke und das DIBS kümmern sich im 1. Jahr um die sprachliche Qualifizierung für das duale Ausbildungssystem. Dies geschieht durch kleine Intensivlehrgruppen in den Räumen des DIBS. Erfahrene Lehrkräfte vermitteln Lehrstoff, der die Teilnehmenden zum Mittelschulabschluss führt. Im einwöchigen Wechsel finden die betriebliche Spracherwerbsmaßnahme und die Schuleinheit statt. Ziel der Schuleinheit: Die Teilnehmenden werden sprachlich und inhaltlich auf einen Arbeitsalltag in Deutschland vorbereitet. Ziel der betrieblichen Spracherwerbsmaßnahme: Gegenseitiges Kennenlernen und Übernahme in eine Berufsausbildung im Folgejahr.

Das zweite Jahr

Das 2. Jahr ist davon geprägt, die Teilnehmenden im Bereich der Berufsschulanforderung zu begleiten und zu stützen. Die Betriebe behalten für alle anfallenden Schwierigkeiten die kompetenten Ansprechpersonen des AFZs und des DIBS.

Impressionen